Wissenswertes

Grundsteuer

Steuern und Zusatzkosten

Grunderwerbsteuer & Grundsteuer: Zusatzkosten bei der Baufinanzierung

Grundsteuer und Grunderwerbsteuer

Die Grunderwerbsteuer ist ein gern vergessener Kostenfaktor beim Hauskauf. Denn auch hier streckt Vater Staat seine Hand aus, um sich einen Teil des Kuchens zu sichern. Nicht zu verwechseln ist die Grunderwerbsteuer mit der Grundsteuer, diese muss zusätzlich abgeführt werden. Erfahren Sie mehr über die Unterschiede und erhalten Sie Antworten auf die Frage nach der besten Finanzierung für Ihr Eigenheim.

 

 

Was ist die Grunderwerbsteuer?

Das Grunderwerbsteuergesetz (GrEStG) schreibt vor, dass für jedes bebaute oder unbebaute Grundstück eine Grunderwerbsteuer (oft auch Grunderwerbssteuer genannt) von mindestens 3,5 Prozent des Grundstückwertes abgeführt werden muss. Über den tatsächlichen Prozentsatz entscheiden die jeweiligen Bundesländer, so dass dieser oft höher ist als der Mindestsatz. In Nordrhein-Westfalen müssen Bauinteressenten beispielsweise 5 Prozent des Grundstückswertes abführen, in Bayern dagegen nur 3,5. Bei einer Bausumme von 250.000 Euro ist das immerhin ein Unterschied von 3.750 Euro.

 

 

Steuersatz in Ihrem Bundesland:

 

  • 3,5%: Bayern, Hessen, Sachsen

  • 4,5%: Berlin, Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Saarland

  • 5,0%: Brandenburg, Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen

 

Wann wird die Grunderwerbsteuer fällig?

Fällig wird die Grunderwerbsteuer beim notariell beglaubigten Kauf von Grundstücken. Ist auf dem Baugrund schon eine Immobilie vorhanden, wird die Steuer dafür zusätzlich berechnet. Beides ist also getrennt voneinander zu betrachten. Grundlage ist dabei immer der gesamte Kaufpreis. Sobald der Kaufvertrag von einem Notar beglaubigt und unterschrieben wurde, ist die Grunderwerbsteuer innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe des Steuerbescheides an den Staat abzutreten. Das Finanzamt rät, das nötige Baugeld direkt mit in die Baufinanzierung des Grundstücks einzubinden.

 

Beispiel: Kauf einer Immobilie in Nordrhein-Westfalen

 

 

 

Grundstückswert

250.000 Euro

Prozentsatz Grunderwerbsteuer NRW

5,00%

Grunderwerbsteuer

12.500 Euro

Gesamtpreis inkl. Grunderwerbsteuer

262.500 Euro

 

Bauinteressenten können allerdings in bestimmten Situationen die Grunderwerbsteuer sparen. Wird beispielsweise ein Grundstück oder eine Immobilie innerhalb der Familie verkauft oder verschenkt, ist keine Steuer fällig. Dies gilt allerdings nur bei Verwandten gerader Linie, also Großeltern, Eltern, Kindern und Enkeln. Der Staat sieht außerdem einen Freibetrag von 2.500 Euro vor. Grundstücke, deren Wert unterhalb des Freibetrags liegt, müssen ebenfalls nicht versteuert werden.

 

Unterschiede zur Grundsteuer

Oft wird die Grunderwerbsteuer mit der Grundsteuer verwechselt. Allerdings haben beide nicht viel miteinander gemeinsam. Der wesentliche Unterschied ist, dass die Grundsteuer vierteljährlich fällig wird. Die Grunderwerbsteuer wird hingegen einmalig beim Kauf fällig.

Da die Berechnung der Grundsteuer von der jeweiligen Gemeinde durchgeführt wird, ist je nach Hebesatz und Grundsteuermessbetrag, der wiederum vom Finanzamt festgelegt wird, ein unterschiedlicher Betrag abzuführen. Man unterscheidet außerdem zwischen den Typen A und B. Unter A fallen alle land- und forstwirtschaftlichen Grundstücke, unter B fallen alle bebauten oder unbebauten Grundstücke.

 

 

Beispiel-Rechnung für ein Grundstück in München:

 

Einheitswert des Grundstücks

100.000 Euro

Grundsteuermessbetrag (3,5 Promille von 100.000 Euro)

350,00 Euro

Hebesatz in München (Grundsteuer B)

535,00%

Jahresgrundsteuer (Berechnung: 350,00 Euro x 5,35 )

1872,50 Euro

Vierteljährliche Grundsteuer

468,10 Euro

 

 

Tipp: Sollten Sie eine Immobilie auf dem Grundstück (Typ B) vermieten, können Sie die Grundsteuer auf den Mieter innerhalb der Betriebskostenabrechnung umlegen.

 

 

Fazit: Extrakosten durch günstige Baufinanzierung eingrenzen

Da die Steuersätze je nach Bundesland beziehungsweise Gemeinde unterschiedlich sind, sollten Sie sich hier genau informieren. Im Zweifelsfall genügt ein Blick in die örtliche Gemeindesatzung oder auf die Website des statistischen Bundesamts. Diese Extrakosten müssen in jedem Fall bei einer Baufinanzierung mit einkalkuliert werden. Welche Baufinanzierung zu Ihrem Bauvorhaben passt, können Sie in unserem Finanzierungsspezialisten besprechen. Auf Wunsch vereinbaren wir gerne einen unverbindlichen Besprechnungstermin mit unserem Spezialisten.

 

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